Vom 11.3. bis zum 3.7.2022 ist nun in Konstanz, im Turm zur Katz, Wolfgang Schulz Ausstellung zu sehen. Sie ist eine Erweiterung der Ausstellungen in Hamburg und Berlin „FOTOGRAFIE. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980„, in Leitung von Bernd Stiegler. Nun kommen zu dem Fokus auf Wolfgangs Zeitschrift der 80er Jahre FOTOGRAFIE und seinen schwarz-weiss Fotos, zusätzlich seine bunten Hippiebilder, die eine eigene Geschichte erzählen. Sie zeigen das Leben in den 70er Jahren. Schulz dokumentierte Festivals, Rock Legenden, das WG-Leben und Ibiza. Er liebte die Menschen und darum waren immer sie im Mittelpunkt seiner Fotos.

Wolfgangs Ausstellung findet als Doppelausstellung statt, in dem parallel Fotografien von Miron Zownir Berlin / New York gezeigt werden. Denn Zownir wurde ein ganzes Heft in der FOTOGRAFIE gewidmet. Die Zeitschrift zeigte aus den Normen fallende Fotograf*innen, die mit ihren Bildern provozierten, das reale Leben zeigten ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen und damit ging die Zeitschrift von Wolfgang ihren eigenen individuellen Weg.

Didi, eine enge Freundin von meinem Vater und der Familie, und Wolfgang hatten kurz vor seiner Erkrankung noch ein Projekt gestartet. Dieses Projekt, ein Katalog mit Wolfgangs lieblings Fotos aus seinem Leben, lag Jahrelang unvollendet da. Nun wurde Didi und mir, Janka, die Möglichkeit gegeben dieses Herzensprojekt zu vollenden und damit Wolfgang nach seinem Tod ein ehrwürdiges, kreatives und liebevolles Denkmal zu setzen. Ohne Bernd Stiegler und Anna Martinez wäre das nicht möglich gewesen! Dafür bin ich beiden von Herzen unglaublich dankbar. Wir arbeiteten zu viert lange an dem Katalog, denn Corona machte uns auch hier einen Strich durch die Rechnung. Doch die Arbeit hat sich wirklich gelohnt! Nun ist es ein Katalog mit Wolfgangs und unseren Lieblingsbildern seines Lebens geworden, worüber er sich sehr gefreut hätte!

Daher wird im Rahmen der Ausstellung der Katalog „Live / Life“ veröffentlicht. Nähere Informationen, wie ihr den Katalog erwerben könnt, werde ich auf @johnchikagowolfgangschulz bekannt geben.

„Wenn ein geliebter Mensch stirbt, fällt man erstmal in ein dunkles Loch. Doch entscheidend ist, dass man die Trauer in noch größere Liebe umwandelt. Sich an einen geliebten Menschen zu erinnern und ihn in der Gemeinschaft in Erinnerung zu halten, erbringt Heilung durch den Wandel, Leid in Liebe umzuwandeln. Die bunte Hinterlassenschaft meines Vaters möchte ich der Welt zeigen, damit wir uns so an meinen Vater und sein Leben erinnern können.“ (Janka Palinkas)

Hier ist der Link zur Ausstellung und weiteren Informationen:

Hier gelangt ihr zum Turm zur Katz, Konstanz

„Genauso wie ich hin und wieder Gemälde der von mir geliebten Künstler an die Wand hängte und mich in ihnen verlieren konnte, begann ich, meine alten Dias 1995 auf Cibachrome zu vergrößern und an die Wand zu hängen. Die Fotos fingen langsam an, alte Geschichten zu erzählen, bauten Zusammenhänge auf, die ich vergessen hatte, zeigten Wege, die ich gegangen bin und verwiesen auf ein Stückchen Identität. Klar sind die Fotos sehr persönlich, sie zeigen aber auch ein Stück Lebensgefühl, das mich und eine ganze Generation geprägt hat.“ (Wolfgang Schulz)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.