Ausstellung in Berlin 2020!

Nun kann ich endlich den Zeitraum angeben, indem die Ausstellung „Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“ stattfindet!

Und zwar findet sie nun offiziell vom 25.6.-11.10.2020 statt. Das freut mich sehr!

Hier ein kleiner Einblick:

Foto von „Museum für Fotografie, Berlin“

Hier nähere Informationen: https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/?tx_smb_pi1%5BexhibitionSmartId%5D=68563&fbclid=IwAR0ppQYyJ3FdopNxdJvjLRZEKqcJ_aN9Of03tCv8wI9AvcpSj1RgiiqWMEY

Foto von „Museum für Fotografie, Berlin“
Foto von „Museum für Fotografie, Berlin“

Die Ausstellung „Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“ in Berlin 2020

Die Ausstellung von meinem Vater Wolfgang Schulz geht nun dieses Jahr nach Berlin! 🙂

Das Museum für Fotografie in Berlin stellt vom 4.4.-19.7.20 die Ausstellung „Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“ aus!

In den Jahren um 1980 erlange die Fotografie einen neuen Stellenwert im
Kunstbetrieb: es wurden neue fotografische Herangehensweisen erprobt,
man interessierte sich für das Medium Fotografie und Zeitschriften
wurden gegründet.

Fotografie, Heft 12

In dieser
Umbruchszeit entstand auch die Zeitschrift „Fotografie. Zeitschrift
internationaler Fotokunst“, die Wolfgang Schulz von 1977 bis 1985
herausbrachte mit vierzig Heften.

Es stellte sich als
umstrittenes, provokantes Heft dar, indem die Fotoszene ungeblümt ihre
Meinung an der Gesellschaft und der Kunstszene darstellen konnte.

Festgeschriebene Normen sind nicht zu finden in der Zeitschrift, denn
Wolfgang versuchte sich immer diesen Normen zu entziehen. Ganz bewusst.

Wolfgang Schulz, 1980er Jahre in Göttingen, Foto von Hans Christian Adam

Die Zeitschrift und Werke von Wolfgang Schulz sind ein Teil der
Ausstellung, die ein wichtiges Stück der Fotogeschichte von
Westdeutschland darstellen.

Auch werden Werke verschiedener
Fotograf*innen aus der Zeit um 1980 gezeigt, die in den Ausgaben der
„Fotografie“ publiziert wurden.

Wir als Familie, die stolz hinter Wolfgangs Werken stehen sind zudem sehr dankbar für die Kuratoren der Ausstellung, ohne die das Ganze nie hätte zu Stande gebracht werden können. Dafür können wir keine Worte finden, außer: vielen lieben Dank!
An Reinhard Matz, Steffen Siegel, Bernd Stiegler, Esther Ruelfs vom Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, sowie Ludger Derenthal für die Ausstellung in Berlin nun.
Aber auch die Student*innen, die alle für das lange Projekt ihre Kraft gesteckt haben, sagen wir vielen lieben Dank 🙂

Text von Janka Palinkas

Hippie WGs 70er Jahre

Fotos aus einer Zeit, in der man das Leben noch lebte.

Odenwald 1971

Lass doch mal die Kamera zuhause. Du nervst uns damit. Kalle
grunzte mich an. Hey, Du knipst selber rum, wie ein Besessener. Erich grinste
mich an. Er ist nur sauer, weil Britta immer noch in Amerika ist. Die Straßen
zogen sich schlängelnd durch das bergige von Bäumen beherrschende Land.
Odenwaldland.  Die untergehende
Sonne blitzte uns durch die Waldriesen ins Gesicht. Flackernd erhellte sie
Erichs wehendes Haar.  Geruch
von  moderndem Laub zog in die
offenen Fenster. Meine Gedanken schwiegen. Wahrscheinlich hatte ich keine.  Romantik. Geil. Wer hat die Romantik
bloß zum Kitsch erklärt. Dieser Depp sollte mal auf eine Wiese gehen und
Buttermilch trinken. Scheisse.  Sei
ruhig, versuch die Synapsen  mit
deinem Mantra zum Stillstand zu bringen.  Aink, Aink, Aink brummte ich in mich hinein.

Kalle sah stur nach vorne. Sein breiter Nacken wimmelte von
roten Pusteln. Ekelhaft. Ein Eiterpickel glotzte mich an. Er war überreif und
es wäre eine Freude ihn auszuquetschen. Ein Meter weit würde er bestimmt
fliegen.

Ich glaube, du hast die falsche Abzweigung genommen. Wir
hätten an der Kreuzung nach rechts fahren müssen. Fahr Du doch, wenn du es
besser weißt,  graunzte  Kalle zurück und bremste.

Er knallte die Tür zu, ging in den Wald mit dem lauten Hinweis,
er müsse jetzt erstmal scheissen.

(Wolfgang Schulz, aus „Odenwald“, privater Text)

Göttingen WG, 1972
Meine WG in Oldenburg, 1969
Mein WG Fenster 1975
Pärchen, WG Imbsen, 1975
Jost Festungsgraben WG, 1970
Hooka rauchen

Kein Ziel, keine Planung, einfach weitermachen. Nichts erklären, nichts beweisen. Godot kommt, wenn er will, meistens nie. Wissen aneignen, Dinge ausprobieren, Stillstand verhindern, keine Logik, keine Kausalitätsketten bilden. Träume nicht deuten. Träume beachten, Anpassung nur um zu täuschen, nicht um sich verbiegen zu lassen. Nach innen schauen,  Zeitlosigkeit anstreben. Unbegreifliches erleben lassen, nichts vermitteln wollen, keinen missionieren. Raus aus der Gewohnheit der Regeln, zurück in die Sinne. Dummheit aus dem Wege gehen, Lebenskraft aus Fehlern tanken, niemals Neid schüren, Versöhnung anstreben, lernen einsam zu sein, nichts von dem annehmen, was hier geschrieben wurde. Am besten gar nichts machen, außer zu vögeln.

(Wolfgang Schulz, aus „Versagen als Lebensziel“, privater Text)

WG mit Christian und Laura
Christina Borchers
WG Darmstadt, 1970
WG Adelespen, 1971
Festungsgraben 1970
Meine Oldenburger WG
Christina

WG Imbsen

1970 in der WG in Imbsen. Die wunderbare Christina.

Vernissage Wolfgang Schulz 13.Juni 2019

Die Ausstellung von Wolfgang Schulz wurde im Rahmen eines Projektes der Uni Konstanz und Uni Essen (Folkwang Universität der Künste) zusammen mit Studenten fertig gestellt. Bis zum 24. November 2019 kann die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg gesehen werden.

Das Ganze wurde kuratiert von Reinhard Matz, Steffen Siegel und Bernd Stiegler, zusammen mit Esther Ruelfs.

Der Katalog ist bei Spector Books in Leipzig erschienen.

Hier wurde die Zeitschrift FOTOGRAFIE von Wolfgang Schulz geehrt, seine Arbeit, die er in den 40 Heften zeigte um 1980 rum.

Hier ein kleiner Einblick dessen.

Es wurden nicht nur Wolfgangs Fotografien gezeigt, sondern auch Fotografien von Fotografen, die in der Zeit der FOTOGRAFIE darin publiziert wurden. Unter anderem Miron Zownir.

Miron Zownir

Alle 40 Ausgaben der FOTOGRAFIE sind ausgestellt.

Der Katalog

Und zu guter Letzt noch der Link zum Hören vom NDR über die Ausstellung: https://www.ndr.de/media/Wolfgang-Schulz-und-die-Fotoszene-um-1980-,audio524044.html?fbclid=IwAR3_y0f46X_JVRhTWnoeq5JoctL7Dvr569nnEReZLsWKUo6f5-4v8Xhz1Qg

Text: Janka Palinkas

Apex

Apex: Zeitschrift für Kunst, Kultur, Fotografie

Unter Wolfgang Schulz als Chefredakteur lief die Apex von 1987 bis 1996.

Insgesamt sind 21 Ausgaben publiziert worden.

Publizierte Autoren & Künstler:

1, 1987-1988: Ian McKeever, Marcus Krips, Michael Hooymann,
Muggenthaler/Böninger, Joseph Kosuth, Peter Gilles, Ivonne Goulbier

2, 1988: Mic Enneper, Max Neumann, Dietmar Kirves, Anna B.
Wiesendanger, Alexander Schmidt, Thomas Lohmann, Joe Gantz, Franz Ehrhard
Walther, Endart

3, 1988: Gerd Bonfert, John Schuetz, Boris Nieslony, Theo
Lambertin, Rainer Aring, Antoni Mikolajcyk, Ror Wolf, Thomas Kling

4, 1988: Jack Ox, Michael Kenny, Joan Waltemath, Holger
Tibo, Günther Zins, Klaus Hoefs, Wolfgang Wehmeier, Daryush Shokof, Falko
Warmt, Guiseppo Spagnulo, Attila Richard Lukacs, Jarg Geismar, Ralf Bageritz, A. R. Penck, Gottlieb
Heiland

5, 1989: C.O. Paeffgen, G. Vieth, Stephen Dilworth, David
Newman, Guillaume Bijl, Andreas Bindl, Andrew Heard, David Robillar, Mercedes
Barros, Mona Fischer, Arne Bernd Rhaue, Markus Leatherdale, Raffaele Martini
Pandozy, Will Dornbusch, Michael Toenges, Stig Sjökund, Ton Zwerner, Georgy
Bretschneider

6, 1989: Lieve Prins, J.O. Olbrich, Wolfgang Hainke,
Piermario Ciani, Nelson Henricks, Heta Norros, Rolf Walz, Jacques Charbonneau,
Ruben Tortosa questa, Hans Rustige, Boris Nieslony, Jürgen Kierspel, M. Vänci
Stirnemann, Alcalacanales, Chrig Perren, Achim Schnyder, Jürgen Schmoll, Ann
Noel, Albrecht, Georg Mühleck, Ian Crofts

7, 1989: David Godbold, Marina Makowski/ Mic Enneper, Martin
Assig, Stephan Böninger, Marco Gastini, Peter Mönning, Ignasi Sumoy/ José
Sanieon, David Mach, Andreas Techier, Andreas Techler, Andreas Horlitz, Tony
Oursier, Gerhard Richter, Tommy Z., Arno Jansen, Charly Banana

8, 1989: Walther Mertel, Klaus Kampert, Jochen Stensche,
Barbara Manz, Helmut Schober, Michael Kiernan, Jennifer Kiernan, Al Hansen,
Adem Yilmaz, Markus Paul Hansen, Jo Schultheis, Birgit Antonl. Van Melle, R.B.a. Bagerith

9, 1990: Achim Duchow,
Norbert Faehling, Hella Berent, Rune Mields, Micha Koch, Anton Corbijn, Peter
Below, Mladen Kunstic, Partick von Caeckenbergh, Annelie David, Matthias Wagner
K.

10, Gegenverkehr, 1990: Jean Cocteau, Mario Merz, Rune
Mields, Anselm Kiefer, Joseph Beuys, Volker Saul, Jo Schultheis, Dieter
Kleinpeter, Arno Backhaus, Klaus Hoefs, Van Dongens, Dennis Hopper, Blalla W.
Hallmann
, Andreas Bliemel, René Goffin, Manfred Niepel, Jack Ox, Gisbert
Mueller, Otto Nemitz, John Stezaker

11, Kunst kommt aus Düsseldorf, 1990: Arno Breker,
Jean-Francois Guiton, Mischa Kuball, Lothar Baumgarten, Tom Hawk, Herbert
Seggelke, Michael Strauss, Wolfgang Schäfer, Jo Achermann, Heinz Baumüller,
Heike Pallanca, Gerhard Benz, Michael Burges, Hrald Naegeli, Hans-Georg
Inhestern, Cécile Bauer, Horsz Gläsker, Pino Alessio, Annette Leyener, Bernd
Jansen, Ruth Middendorf, Hubert Winkels

12, 1991: Helmut Schober, Thomas Lohmann, Alfred Hrdlicka,
Martina Karbe, Joe Brockerhoff, Stephan Rohrig, Karl Krüll, Eva Ohlow, Jochen
Stenschke, Bill Haveron, Rainer Gross, Max Weiler, Ralf Behrendt, Patrick
Mettler, Felix Droese, Manfred Niepel, Stijn Peeters, Cesare Lucchini, Wladimie
Nemuchin, Achim Duchow, Eva-Maria
Joeressen, Martha Laugs

13, 1991: Micha Kuball, Minka Hauschild, Ann Sprinkle und
Vera, Reinhard Scheibner, Joe Brockerhoff,
Ralph Bageritz
, Lutz Dransfeld, Galow/Lenzen, Daryush Shokof, Andreas
Fassbender, Blalla W. Hallmann, Nan
Hoover, Wladimir Naumez, Edward Kienholz, Martina Noel, E.J. Stejnberg, Andreas
Tschinkl, Miron Zownir, Peter Grzan,
Gottlieb Heiland, Dea Cleavenger

14, Goldene Zeiten, 1992: Gottlieb Heiland, Herbert Tobias, To Barth, Tom Otterness, Ian Hamilton Finlaym Wakter Dahn, Wolfgang Hueber, Gisbert Mueller, Jo Schultheis, Joseph Beuys, Axel Vater, Ralph Bageritz, Martina Bretschneider, Christina Maether, Fritz Pitz, Gottfried Helnwein, Pietro Pellini/yola Berbesz, Eva Ohlow, Jeff Koons/Illona Staller

15, 1992: August Walla, Robert Reschkowski, Alexander
Honoré, Marina Makowski, René Havekost, Wolfgang Hueber, Michel Nedjar,
Dietrich Orth, André Robillard, Katharina Riedel, Andreas Fasbender, Paul Kalkbrenner, Gerarg a Pais, Axel
Vater, Alexander Honory

16, Sonderheft Galerie Klein, Bonn, 1992: Martin Noel,
Gottlieb Heiland, Joseph Beuys, Martin Kippenberger, Albert Oehlen, Nobert
Kasprzyk, Franz Fischer, Imi Knoebel, Guido Wix

17, 1993: Rolf Ricke, Buky Schwartz, Gibbs & Jo
Schultheis, Eugene von Bruenchenhein, Friedel Dittmer, Celia Caturelli, Henryk
Stazewski, Andrzej Szewczyk, Jan Tarasin, Rudolf Sikora, Pietro Pellini, Yola
Berbesz, Wolf Röhl, Christina Hagman, Robert Reschkowski

18, Kein Kommentar, 1993: Jens Nagels, Mark Kostabi,
Brigitte Maria Meyer, Bernd Ackfeld, George Pusenkoff, Peter Telljohanns
Millers, Rolf Julius, Nobuyoshi Araki, Susanne Greven, Wojciech Prazmowski,
Salvatore Puglia, Rudolf Sikora, Peter Seidel, Kurt Buchwald, Elke Judith
Wagner, Victor Skrebnewski, Marilyn Bridges, Oma Molle, Masayuki Oda, Irene
Andessner, Blalla W. Hallmann, Anja Ibsch, Nini Bizarre, Dietmar Pokoyski,
Alice Springs, Hermann J. Kassel, Martin Lammert, Ursula Böckler

19, 1994: Blalla W. Hallmann, Georgy Betschneider, Hans-Jörg
Tauchert, Parzival, Gibbs Schultheis

20, Präambel, 1994: Roland Seim, Marc-Stehn Andres, Mark
Morrisroe, Barbara Szüts, Pellini/Reschkowski, Anne Arden McDonald, Giorgio
Sommer, Wolfgang Schulz, Udeo Kittelmann

21, Zeitdokumente zur Kunst, 1995: Evgen Bavcar, Karl Ernst Wezet, Gerhard Vormwald, Michel Nedjar, Georg Reifenrath, R. J. Kirsch & Bernhard Peters, Manfred Hammes

Beiträge von Wolfgang Schulz in den Apex Heften sind Folgende:

Heft 10

Heft 13

Heft 18

Heft 19

Heft 20

Heft 21

„Wolfgang Schulz wurde zum Mitbegründer der »maerz-Ausstellungen«, einer Produzentengalerie in Köln. `87 folgte mit dem Kunstmagazin »Apex« quasi der geistige Vorläufer zum »Kunstforum«. Das Jahr darauf baute er mit seiner Lebensgefährtin den »Reprobetrieb Palinkas« auf. Der Gesellschaft ging es gut, die Kunst warf Kohle ab. Eine Zeit lang, dann lief das wirtschaftliche System schlechter und schlechter. Schulz´ Betrieben erging es nicht besser: 1996 die Einstellung. Übrig blieben seine eigene Fotografie sowie die Mitorganisation im Kunstverein in der »Villa« bei Münster.“ (Quelle: Stadtkulturmagazin, 1999, Wolfgang Schulz & Lars Albat)

Text: Janka Palinkas

Fotos: Wolfgang Schulz

MKG Hamburg 2019

Liebe Leute!

Wolfgang Schulz kommt ins Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg (MKG) mit der Ausstellung „Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980. Fotografie neu ordnen“.

Daten: 14.6. bis 24.11.19

Es wird auf der Website des MKG geschrieben:

„Im Rahmen seiner Ausstellungsreihe „Fotografie neu ordnen“ unternimmt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) eine Bestandsaufnahme der deutschen Fotoszene um 1980. Ein Ausgangspunkt ist die Zeitschrift Fotografie. Zeitschrift internationaler Fotokunst, die von dem Fotografen Wolfgang Schulz (*1944) zwischen 1977 und 1985 herausgegeben wurde. Darüber hinaus lädt das MKG die Fotoexperten Reinhard Matz (Köln), Steffen Siegel (Folkwang Universität Essen) und Bernd Stiegler (Universität Konstanz) ein, ihr Forschungsprojekt über die 1980er Jahre mit den historischen Fotografien in der Sammlung des MKG in Beziehung zu setzen. Ziel der Zusammenarbeit ist eine fotografiegeschichtliche Archäologie der deutschen Fotoszene um 1980 am Beispiel der Zeitschrift Fotografie und ihrer Protagonisten. Sie zeigt rund 150 Exponate von Wolfgang Schulz, Hans Christian Adam, Dörte Eißfeldt, Verena von Gagern, André Gelpke, Dagmar Hartig, Andreas Horlitz, Reinhard Matz, Angela Neuke, Heinrich Riebesehl, Wilhelm Schürmann, Holger Stumpf, Petra Wittmar und Miron Zownir, die Zeitschrift selbst sowie eine Reihe von eigens für die Ausstellung geführten Interviews mit Zeitzeugen.“

Für mehr Informationen könnt ihr hier schauen:

https://www.mkg-hamburg.de/de/ausstellungen/vorschau/wolfgang-schulz.html

Hippies Ibiza 1973

Das allseits berühmte Schlagwort Love and Peace hatte nichts mit der heutigen Interpretation der freien Liebe zu tun- es bedeutete schlicht, das man das Andersartige nicht mit Kanonen  bekämpft, sondern einen Dialog führt. Und die freie Liebe war das Aufbegehren, nicht so wie die Eltern bis in alle Ewigkeit zusammen zu bleiben. Man begann die Dinge zu hinterfragen, die einem beigebracht worden sind. Und das waren üble Fragen. „Mama, warum fickst du mit Papas besten Freund?“, „Papa, warum vögelst du die 16 jährige Tochter unseres Pfarrers, die auch noch deine Schülerin ist?“,  (Kein Quatsch – selbst erlebt) usw. und so fort – so ritualisierten unsere Eltern die Moral einer glücklichen Ehe.

Vergleicht man die Musik der letzten zwanzig Jahre, so bin ich Elektrofan geworden, abseits vom Mainstream der Supershow a la Bohlen und anderer Kaka und halte mir die Musik der sechziger als riesige Sammlung auf meinem Rechner zurück. Die meisten der Musiker kamen von den Musikhochschulen und vermengten den Rock mit Blues, Klassik, Jazz und anderer Richtungen aus der sich die sogenannte Popmusik entwickelte.

Freie Liebe hiess: raus aus dem Sumpf ihrer verlogenen Moral und das zu zeigen, was man ist. Die Musik trug auf ihre Art (von Bill Hailey – 1955 –one o´clock etc bis Hendrix) zum Auflösen einer auf konsumbasierten Gesellschaft bei und zielte in Richtung humanitäre Gesellschaft. Leider ist heute aus dem Begriff Liebe die Konservendose SEX und Porno entstanden und aus Peace noch verheerendere Kriege.

Keine der Bands spielte das gleiche Stück genauso wie am Vortag. Jede Band hatte ihr eigenes unverfälschtes Profil. Keiner versuchte den anderen zu imitieren.  Was ich heute an Rockmusik erlebe ist nichts weiter als sentimentales Nachgeschrabbel und Jubelkunst per se. Peinlich -sie spielen um anderen zu gefallen im Gegensatz zu: sich selber verwirklichen.

Text & Fotos von Wolfgang Schulz

Irlands Natur 1975

Einstein sagte einmal: Die Materie sagt dem Raum, wie er sich zu krümmen hat, und der Raum sagt der Materie, wie sie sich zu bewegen hat. Da er auch nachwies, dass Raum und Zeit äquivalent sind und Materie und Energie dasselbe sind, hängt alles im Kosmos wieder miteinander zusammen. So müssen wir wieder zu einer holistischen Sichtweise gelangen und nach dem Sinn für das Ganze fragen. Muss die Gesamtheit, der Kosmos, einen zielgerichteten Plan haben? Kann die Gesamtheit allen SEINS nicht den Sinn für die Existenz in sich selbst tragen? Ist es der Sinn des Kosmos, einfach zu sein? Weil das SEIN wahrscheinlicher ist als das NICHTSEIN! Stellt das SEIN einen SINN dar, weil das NICHTSEIN sinnlos wäre? Das SEIN an sich ist der Sinn des SEINS! Für das Ganze, die große Gesamtheit aller Dinge, den Ursprung allen Seins muss es keinen Plan und kein Ziel geben! Der Plan ist, dass etwas ist! Und das Ziel ist es zu sein! (Text von Wolfgang Schulz)

Wolfgang Schulz (er selbst) in Irland  

               

                

Langelsheim Festival 1971

Wolfgang Schulz selbst, 1971
Wolfgang Schulz selbst, 1971
Bühne Langelsheim, 1971
Bühne Langelsheim, 1971
Bühne Langelsheim, 1971
Hippies, Langelsheim 1971
Hippies, Langelsheim 1971
Riesen Joint, Festival Langelsheim, 1971
Käfer Langelsheim 1971
Bumsen Fahne Langelsheim 1971
Langelsheim Liebende 1971

alias Rita Gayser

alias Rita Gayser

Als Rita Gayser veröffentlicht Wolfgang Schulz 6 bunte Collagen, sogenannte „Tryptichone“.

1982, Fotografie Nr. 36, „Liebe in den Städten Nr. 1“
1982, Fotografie Nr. 36, „Liebe in den Städten Nr. 2“
1982, Fotografie Nr. 36, „Die Lippenblütler Nr. 1“
1982, Fotografie Nr. 36, „Die Lippenblütler Nr. 2“
1982, Fotografie Nr. 36, „Die Lippenblütler Nr. 3“
1985, Fotografie Nr. 38, „Strumpfhuhns Flucht nach vorn – vor der Erfindung der Rolltreppe“